Perspektivwechsel: Birds of Passage und der veränderte Blick

Perspektiven sind nicht nur in der technischen Produktion von Filmen ein Stilmittel zur Kreation von Bildern und Aussagen, auch der gezielte Blick auf ein Phänomen beeinflusst seine Vermittlung grundsätzlich. Dies wird teilweise erst im weiteren Verlauf des eigenen Lebens deutlich, dann nämlich wenn die öffentliche Darstellung eines Themas nicht mit der eigenen Meinung übereinstimmt und eine grundlegendere Auseinandersetzung mit dem Problem von Nöten ist. In Bezug auf Film drückt sich dies häufig durch die vorhandenen Dominanz des amerikanischen Kinos aus, das in Deutschland neben überdimensionierten inländischen Produktionen, den Großteil des Kinoprogramms einnimmt und so eine relativ homogene Perspektive auf die meisten Themen präsentiert. Dass Filmemacher aus dritten Ländern ebenso großartige und vielfältige Filme schaffen sollte zwar klar sein, dennoch soll einigen dieser Werke hier etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden: Denen, die einen Perspektivwechsel auf ein bekanntes Thema anbieten. Perspektivwechsel: Birds of Passage und der veränderte Blick weiterlesen

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Trailer: Spoiler oder Stimmungsvermittler?

Es ist mühselig einem unregelmäßigen Kinogänger zu erklären, dass ein Trailer nur wenig mit der Qualität des finalen Werks gemein hat. Dass nicht der Regisseur sondern die PR-Abteilung für die Inszenierung der Filmschnipsel zuständig ist und dabei nur sehr selten der Geist des Films eingefangen wird. Wo große Produktionen meist auf Epik und Effekthascherei setzen fällt das Budget bei kleinen Filmen meist so stark ab, dass die Trailer (oft im Gegensatz zum finalen Film) nicht gelingen. Trailer: Spoiler oder Stimmungsvermittler? weiterlesen

Ruraler Film: Der dichte Bewuchs des Amazonasdschungels

Wie schon Catherine Fowler feststellte, sind urbanen Orte im Film im öffentlichen Diskurs in endloser Zahl thematisiert und angesprochen worden. Die fast logisch anmutende Verbindung von Film als moderne Technologie und Stadt als Zentrum für das fortschrittliche Leben drängen den ruralen Raum und seine Bilder im wissenschaftlichen Diskurs in den Hintergrund. Aus diesem Grund möchte TBC an dieser Stelle einen Perspektivwechsel eingehen und einen Blick auf genau diesen Gegensatz zwischen urban und rural richten. Ruraler Film: Der dichte Bewuchs des Amazonasdschungels weiterlesen

Mythos FBI: Repräsentation der Macht in nur drei Buchstaben

Es hängt sicherlich mit der amerikanischen Glorifizierung von Nationalhelden und Militärs zusammen, dass Polizisten, Soldaten oder Kampfpiloten regelmäßig zu Ikonen des Kinos und Helden ihrer eigenen Filme werden. Versuche Streifenpolizisten oder Mitarbeiter des Bundeskriminalamts in ähnlicher Manier zu inszenieren würde in den meisten Fällen scheitern, scheint das öffentliche Bild der deutschen Polizei doch eher weniger positiv. Werden in gegenwärtigen Zeiten von Datenleaks, digitaler Manipulation oder Eingriffen in die Privatsphäre Staaten und Behörden wie etwa NSA oder auch das Bundesinnenministerium durchaus kritisch betrachtet, scheint das FBI im Kino weiterhin einen Gewissen Status zu wahren, der der zentralen Sicherheitsbehörde der USA einen gewissen Mythos verleiht. Mythos FBI: Repräsentation der Macht in nur drei Buchstaben weiterlesen

The Cinematic Scenes: Einprägsame Szenen zum zweiten Jubiläum

Während die Academy Awards nur mit einer entscheidenden Überraschung vorbei zogen und eine durchaus nachvollziehbare Auswahl an Gewinnern hervorbrachten, wird TBC in dieser Woche 2 Jahre alt. Zur Feier dieses Tages sollen 10 weitere Filmausschnitte der Playlist The Cinematic Scenes präsentiert werden. Die gesamte Playlist ist zu finden auf dem Youtube-Kanal von TBC. An dieser Stelle möchte ich einige Worte zu ausgewählten Szenen verlieren: The Cinematic Scenes: Einprägsame Szenen zum zweiten Jubiläum weiterlesen