Ruraler Film: Der dichte Bewuchs des Amazonasdschungels

Wie schon Catherine Fowler feststellte, sind urbanen Orte im Film im öffentlichen Diskurs in endloser Zahl thematisiert und angesprochen worden. Die fast logisch anmutende Verbindung von Film als moderne Technologie und Stadt als Zentrum für das fortschrittliche Leben drängen den ruralen Raum und seine Bilder im wissenschaftlichen Diskurs in den Hintergrund. Aus diesem Grund möchte TBC an dieser Stelle einen Perspektivwechsel eingehen und einen Blick auf genau diesen Gegensatz zwischen urban und rural richten. Ruraler Film: Der dichte Bewuchs des Amazonasdschungels weiterlesen

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Mythos FBI: Repräsentation der Macht in nur drei Buchstaben

Es hängt sicherlich mit der amerikanischen Glorifizierung von Nationalhelden und Militärs zusammen, dass Polizisten, Soldaten oder Kampfpiloten regelmäßig zu Ikonen des Kinos und Helden ihrer eigenen Filme werden. Versuche Streifenpolizisten oder Mitarbeiter des Bundeskriminalamts in ähnlicher Manier zu inszenieren würde in den meisten Fällen scheitern, scheint das öffentliche Bild der deutschen Polizei doch eher weniger positiv. Werden in gegenwärtigen Zeiten von Datenleaks, digitaler Manipulation oder Eingriffen in die Privatsphäre Staaten und Behörden wie etwa NSA oder auch das Bundesinnenministerium durchaus kritisch betrachtet, scheint das FBI im Kino weiterhin einen Gewissen Status zu wahren, der der zentralen Sicherheitsbehörde der USA einen gewissen Mythos verleiht. Mythos FBI: Repräsentation der Macht in nur drei Buchstaben weiterlesen

Gotham City: Kriminelle Großstadt oder fantastischer Moloch

„[Fiktive] Orte erzählen […] Geschichten, in die wir uns zuweilen ebenso hineinträumen können wie in Wolkenbilder am Himmel oder jene Landschaften, die zwischen Tag und Dämmerung unsere Aufmerksamkeit für zumindest einen Augenblick bannen können. Lassen Sie sich mitnehmen an die Orte der Fantasie …“ Gotham City: Kriminelle Großstadt oder fantastischer Moloch weiterlesen

Berlin: Zwischen Ostalgie und Mythos Kreuzberg

Repräsentationen der deutschen Hauptstadt im Spielfilm sind vielfältig. Die diversen Genres die in ihr gedreht wurden sind ebenso breit gefächert wie die Epochen in denen diese Filme entstanden: Von Dokumentarfilmen der 1920er Jahre wie Berlin – Die Sinfonie einer Großstadt über den deutschen Film der 1970er/80er Jahre – z.B. Der Himmel über Berlin – , bis hin zum gegenwärtigen Kino um Bridge of Spies oder Victoria. Es ist jedoch die Gegenüberstellung von Ost- und Westberlin in zwei Filmen um die Jahrtausendwende, die zwei teilweise verklärende Konzepte visualisiert. In Leander Haußmanns Filmen Herr Lehmann und Sonnenallee werden Ost wie West aus einer besonderen Perspektive gezeigt, die gezeigten Bilder zeichnen sich wie folgt: Berlin: Zwischen Ostalgie und Mythos Kreuzberg weiterlesen

Under the Silver Lake: neo-noir und moderne femmes fatales

Er scheint einer der aufstrebenden Jungregisseure Hollywoods zu sein, zumindest in Bezug auf seine Filmographie, denn mit einem Alter von 44 Jahren gehört er höchstens in Hollywood noch zur jungen Altersgruppe. David Robert Mitchell nutzte 2016 mit It Follows die Innovationsarmut des Horrorgenres aus, um nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Sein Film stellte in jenem Jahr den jährlich auftretenden Hype des Horrors dar, so wie es ein Jahr später Get Out tat und 2018 Hereditary oder It comes at Night. Heute, zwei Jahre später wagt er sich an ein wesentlich schwieriger zu meisterndes Genre heran. Under the Silver Lake lässt sich grob dem neo-noir Thriller zuordnen und zeigt Anleihen an Genre-Vertretern wie Brick oder auch David Lynchs Blue Velvet. Das recht seltene Auftreten dieser Filmgattung sowie Mitchells durchaus gelungener Versuch bieten genug Anlass die Stilrichtung genauer zu untersuchen. Under the Silver Lake: neo-noir und moderne femmes fatales weiterlesen