Weihnachtsfilm: Tokyo Godfathers und ein Fest ohne Kitsch

Die meisten Weihnachtsfilme bilden eine idealisierte und zumeist amerikanische Version einer perfekten Familie ab. Manche versuchen mit diesen Bilder und Klischees ironisch zu jonglieren oder durch übertriebenen Klamauk die Illusion eines „anderen“ Weihnachtsfilms zu schaffen. Zumeist gelingt jedoch weder das eine noch das andere: Trotz ihrer vermeintlich alternativen Ansätze bedienen Filme wie Home Alone oder Der Grinch das durch Popkultur und Konsumgesellschaft geprägte Bild der auch über einige unwichtige Konfilkte hinweg funktionierenden Vorstadtfamilie. Das Zusammenhalt und Familie auch mit weniger Kitsch und realistischeren Grundtzügen behandelt werden können, zeigt Tokyo Godfathers durch einen grundlegend anderen Ansatz. Weihnachtsfilm: Tokyo Godfathers und ein Fest ohne Kitsch weiterlesen

À la Plage: Rohmer und die französischen Sommerferien

Die Rentrée bezeichnet das Ende der französischen Sommerferien und die Rückkehr unzähliger Urlauber und Urlauberinnen aus den Feriengebieten in die Großstädte. Diese den Französinnen und Franzosen heiligen Monate der Erholsamkeit sind von einem Filmemacher besonders detailliert betrachtet worden, dessen Hingabe für diesen Jahresabschnitt unzählige Facetten des Landes und der Menschen auf Film festhält, sein Name ist: Éric Rohmer. Le Rayon vert zeigt den zerrütteten Geisteszustand … À la Plage: Rohmer und die französischen Sommerferien weiterlesen

Nur zu Besuch: Der Gefängnisfilm als eigenes Genre?

Es ist nicht ganz klar ob der Gefängnisfilm ein eigenes Genre darstellt, immerhin bietet der Schauplatz zumindest grundsätzlich die Möglichkeit verschiedene Geschichten zu erzählen und somit auch verschiedene Genres zu bedienen. So haben sich über die Jahre verschiedene Ausprägungen des „Knastfilms“ herauschristalisiert, einige von ihnen sehenswerter als andere. Nur zu Besuch: Der Gefängnisfilm als eigenes Genre? weiterlesen

Cinema Korea: Geschichten von Rache und dem Erfolg in Cannes

In der nächsten Woche starten in den deutschen Kinos rund 10 Filme. In der breiten Öffentlichkeit werden dabei vor allem die beiden großen Produktionen Hollywoods wahrgenommen. Insgesamt kommen vier von zehn Filmen aus den USA. Mit Jim Jarmuschs The Dead don’t die und dem neusten Ableger der Men in Black Reihe werden wieder einmal zwei amerikansiche Produktionen im Rampenlicht stehen. Dass dies am höheren Marketingbudget und an der Bekanntheit beider Marken liegt ist offensichtlich. Der Umstand dieser Dominanz im deutschen Kino soll an dieser Stelle auch gar nicht bewertet werden (dies geschah schon zu Genüge in einer mehrteiligen Artikelreihe zu Blockbustern). Da neben amerikansichen, deutschen, ab und zu französischen und vereinzelt skandinavischen Filmen jedoch andere Länder meist hinten anstehen, soll einer dieser zuunrecht unbekannten Produktionsstandorte etwas heller beleuchtet werden. Cinema Korea: Geschichten von Rache und dem Erfolg in Cannes weiterlesen

Geschlechterbilder: The Wild Boys, The Wild Girls or The Wild Humans?

Was ist männlich? Was ist weiblich? Lässt sich das Geschlecht durch die Bestimmung biologischer Merkmale zuordnen? Gehen mit diesen Merkmalen bestimmte Eigenschaften einher oder rechtfertigen bzw. fordern gesellschaftliche Strukturen solche sogar? Bertrand Mandicos Spielfilmdebut The Wild Boys stellt und beantwortet diese Fragen mithilfe kreativster Erzählformen und stellt damit grundsätzlich die Unterscheidung von Mann und Frau* in Frage. Geschlechterbilder: The Wild Boys, The Wild Girls or The Wild Humans? weiterlesen