Nur zu Besuch: Der Gefängnisfilm als eigenes Genre?

Es ist nicht ganz klar ob der Gefängnisfilm ein eigenes Genre darstellt, immerhin bietet der Schauplatz zumindest grundsätzlich die Möglichkeit verschiedene Geschichten zu erzählen und somit auch verschiedene Genres zu bedienen. So haben sich über die Jahre verschiedene Ausprägungen des „Knastfilms“ herauschristalisiert, einige von ihnen sehenswerter als andere. Nur zu Besuch: Der Gefängnisfilm als eigenes Genre? weiterlesen

Werbeanzeigen

Cinema Korea: Geschichten von Rache und dem Erfolg in Cannes

In der nächsten Woche starten in den deutschen Kinos rund 10 Filme. In der breiten Öffentlichkeit werden dabei vor allem die beiden großen Produktionen Hollywoods wahrgenommen. Insgesamt kommen vier von zehn Filmen aus den USA. Mit Jim Jarmuschs The Dead don’t die und dem neusten Ableger der Men in Black Reihe werden wieder einmal zwei amerikansiche Produktionen im Rampenlicht stehen. Dass dies am höheren Marketingbudget und an der Bekanntheit beider Marken liegt ist offensichtlich. Der Umstand dieser Dominanz im deutschen Kino soll an dieser Stelle auch gar nicht bewertet werden (dies geschah schon zu Genüge in einer mehrteiligen Artikelreihe zu Blockbustern). Da neben amerikansichen, deutschen, ab und zu französischen und vereinzelt skandinavischen Filmen jedoch andere Länder meist hinten anstehen, soll einer dieser zuunrecht unbekannten Produktionsstandorte etwas heller beleuchtet werden. Cinema Korea: Geschichten von Rache und dem Erfolg in Cannes weiterlesen

Anime: Kunst und Magie im Studio Ghibli

Es ist nicht einfach in einem vollgepackten Alltag Ideen für tiefgründigere Texte zu finden, so ergibt es sich häufig, dass die gesichteten Filme das innere Brainstorming dominieren. In den letzten 14 Tagen half dabei die kostenlose Streaming-Platform Shelfd, die durch das Verlinken aktueller Mediathekenbeiträge Aufmerksamkeit auf die Filme Das wandelnde Schloss und Chihiros Reise ins Zauberland warf (mehr zu shelfd am Ende des Texts). Es wird schon seit langem einmal Zeit, dem Studio einen Artikel zu widmen, das seit Jahrzehnten erfolgreich Animefilme produziert und dabei fast in jedem Werk optische Standards im Zeichentrickgenre gesetzt hat. Anime: Kunst und Magie im Studio Ghibli weiterlesen

Under the Silver Lake: neo-noir und moderne femmes fatales

Er scheint einer der aufstrebenden Jungregisseure Hollywoods zu sein, zumindest in Bezug auf seine Filmographie, denn mit einem Alter von 44 Jahren gehört er höchstens in Hollywood noch zur jungen Altersgruppe. David Robert Mitchell nutzte 2016 mit It Follows die Innovationsarmut des Horrorgenres aus, um nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Sein Film stellte in jenem Jahr den jährlich auftretenden Hype des Horrors dar, so wie es ein Jahr später Get Out tat und 2018 Hereditary oder It comes at Night. Heute, zwei Jahre später wagt er sich an ein wesentlich schwieriger zu meisterndes Genre heran. Under the Silver Lake lässt sich grob dem neo-noir Thriller zuordnen und zeigt Anleihen an Genre-Vertretern wie Brick oder auch David Lynchs Blue Velvet. Das recht seltene Auftreten dieser Filmgattung sowie Mitchells durchaus gelungener Versuch bieten genug Anlass die Stilrichtung genauer zu untersuchen. Under the Silver Lake: neo-noir und moderne femmes fatales weiterlesen

Kopfkino: Zwischen räumlicher Enge und freier Vorstellungskraft

Es lässt sich darüber streiten ob die Bildgewalt und die Möglichkeit große, schöne Bilder auf großen Leinwänden abzubilden als größte Stärke des Kinos anzusehen ist. Ein Genre des Films widerspricht dieser These jedoch grundsätzlich und schafft es dennoch beeindruckende Bilder zu schaffen, die jeder Zuschauer für sich selbst zeichnet. Kopfkino: Zwischen räumlicher Enge und freier Vorstellungskraft weiterlesen